11. Mai 2026

Frequency Caps, die im Mittelstand halten

Warum starre Caps aus Agenturfolien oft scheitern — und welche Faustregeln sich in regionalen Kampagnen bewährt haben.

Viele Mediapläne übernehmen Frequency Caps eins zu eins aus Standardpräsentationen. Für nationale Marken mit breitem Inventar kann das funktionieren. Für mittelständische Kampagnen mit begrenztem Geo-Fokus und gemischtem Kanalmix führt es oft zu unnötigen Ausfällen.

Ein Cap von drei Kontakten pro Person und Woche klingt behutsam, blockiert aber in eng gefassten PLZ-Gebieten die Auslieferung, sobald Display und Digital-Out-of-Home parallel laufen. Die Zielperson wird doppelt gezählt, ohne dass der Plan das vorsieht.

Praktischer ist ein kanalübergreifendes Wochenbudget für Kontakte plus ein härterer Cap nur auf dem teuersten Inventar. So bleibt Reichweite möglich, ohne dass einzelne Deals die Frequenz nach oben treiben.

Vor dem Go-Live lohnt die Frage: Welches Inventar liefert überhaupt verlässliche Personen-IDs? Wo nur Geräte oder Haushalte messbar sind, sollte der Cap entsprechend benannt werden — sonst entsteht später Streit über Reportzahlen.

Logic Database prüft Frequency-Regeln im Rahmen der Programmatic-Mediaplanung und der Zweitmeinung. Entscheidend ist nicht die Zahl allein, sondern ob sie zum Inventar und zur Region passt.

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